DURCHGEHEND WARME KÜCHE

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vom 23. Dezember bis 4. Jänner 2019 haben wir geschlossen.
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Sonn- und Feiertag bis 16 Uhr, Montag Ruhetag
Reservieren Sie unter: +43 463 544 44

 

 

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Die Geschichte von Schloss Mageregg

Seinen Namen „Mageregg“ hat Schloss Mageregg wohl nicht vom eigentlichen Bauherrn Mager von Fuchsstatt, sondern ausgerechnet von einem Käufer, der nur ein Jahr im Besitz der Anlage und damit rekordverdächtig kurz im Schloss wohnte: Vizedomus und Domprobst von Gurk, Georg Mageregg, erwarb das Gemäuer 1628, um es dann gleich 1629 weiter zu veräußern.
Schloss Mageregg ist ein zweieinhalb geschossiger Bau mit rechteckigem Grundriss. An jeder Ecke befindet sich ein Turm, die beiden südlichen sind rund, die nördlichen quadratisch. Die Südfassade hat ein Rundbogenportal, die Geschosse sind durch Gesimse gegliedert, oberhalb des Hauptgeschoßes befindet sich zusätzlich ein ornamentiertes Putzband. In der Eingangshalle ist an der Westwand der Schlussstein des Erbauers Wolfgang Mager mit Bauinschrift angebracht (bezeichnet 1590). Im umgebenden Park finden sich ostseitig noch Spuren des ehemaligen Wassergrabens und einer Brücke.
Schloss Mageregg’s Besitzer waren Freiherren, Freifrauen,  Alchimisten, der besagte Domprobst, ein Arzt und schließlich die Jäger. Erbaut 1590 im Renaissancestil von eben jenem Mager von Fuchsstatt, hat es eine wechselvolle Geschichte. So gab es zwischen 1590 und 1967 viele neue Eigentümer – 16 insgesamt. Seit nunmehr 50 Jahren aber sind nun die Waidmänner die Herren. Am 27. April 1967 ging der Gesamtbesitz, sprich das Schloss und ein großes Parkgelände, per Kaufvertrag an die Kärntner Jägerschaft über.
Wer ein Schloss besitzt – damals wie heute – der repariert, saniert, baut um und passt es dem jeweiligen Stil der Zeit an. Seine heutige Form erhielt Mageregg im Jahr 1845. Baumeister Rudolfi aus Völkermarkt plante auf Weisung des damaligen Schlossherrn, Thomas von Moro, das Gebäude komplett um. Dominikus Venciarutti aus Klagenfurt oblag die Bauausführung und er gab nach den Plänen Rudolfis dem Schloss die heutige Form, so wie sie der Besucher immer noch sieht: Mageregg ist nun ein eineinhalb geschossiger „Vierkanter“ mit zwei runden und zwei quadratischen Ecktürmen.

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Kupferstich von Schloss Mageregg, Johann Weichard von Valvasor, Topographia archiducatus Carinthiae, Nürnberg 1688

Die Kärntner Jägerschaft ging 1967 unter Landesjägermeister Dr. Werner Knaus eine umfangreiche Renovierung des Schlosses an, unter anderem wurden die Innenräume neu gestaltet. Das Gebäude erhielt zudem den Namen “Jägerhof Schloss Mageregg”. 1986, 2002, 2004 und 2005 wurde weiter erneuert und saniert. 2009 richtete man den kleinen Gastraum, das „Jägerstüberl“, ein. 2014 erhält die Fassade einen neuen Anstrich, alle Räume werden renoviert. Im Juni 2014 zog ein Hagelsturm über Kärnten, der das Dach von Schloss Mageregg beschädigte. 2016 wurde es wieder instand gesetzt.
Bekannt ist das Schloss auch durch seinen idyllischen, ganzjährig geöffneten Park, der mit einem zehn Hektar großen Gehege das Revier für Rot- und Damwild, Mufflons und Rehe ist. Auf den Teichen schwimmen Wildenten und Wildgänse. Der Wildpark grenzt direkt an das Schloss und ist beliebtes Ausflugsziel bei Familien.

 

Kein Schlossgespenst, wohl aber eine reiche Freifrau mit Männerverschleiß

Von einem Gespenst ist im Schloss Mageregg nichts überliefert, allerdings gehörte zu den Schlossbesitzern die zu ihrer Zeit skandalumwitterte „Herrin von Murau“ beziehungsweise „Freifrau von Teuffenbach“. Anna Neumann wurde am 25. November 1535 in Villach als Tochter einer reichen Bürger- und Gewerkenfamilie geboren. Ihre beiden Großväter stammten aus dem Raum Weitensfeld.
Anna Neumann von Wasserleonburg war eine der Eigentümerinnen von Schloss Mageregg. Sie kaufte das Schloss 1609 vom Erbauer Mager von Fuchsstatt und hielt es bis 1622 in ihrem Besitz. Die wohlhabende Bürgerstochter, die sich in sechs Ehen in den Hochadel „hinaufheiratete“, lebte von 1535 bis 1623 und war zu Beginn des 17. Jahrhunderts eine der reichsten Frauen Österreichs.
Anna war, obwohl so vermögend, im Gegensatz zu anderen Adeligen sehr sozial eingestellt. Sie unterstützte arme Menschen und ließ 1576 zum Beispiel das Spitalsgebäude in Murau ausbauen. Mit 75 Jahren wurde sie 1610 zum vierten Mal Witwe und heiratete 1611 erneut einen dreißig Jahre alten Grafen, denn ihr riesiges Vermögen wollte sie, an eine adelige Familie weitergeben – dies war nur durch eine Ehe möglich.
Die beiden Töchter Annas aus erster Ehe und eigentlich potentielle Erbinnen, waren bereits gestorben und hatten auch keine Nachkommen. Gatte Nummer Fünf aber verschied bereits nach fünf Jahren 1616 und Anna war erneut Witwe mit dem immer noch unglaublich großen Vermögen, dem nun wiederum der Erbe fehlte. 1617 heiratete sie im Alter von 81 Jahren den fast 50 Jahre jüngeren Reichsgrafen Georg Ludwig zu Schwarzenberg. Er war dann auch der Erbe nach Annas Tod, als sie mit 89 Jahren starb. Sowohl ihren gesamten Besitz, als auch immense Forderungen an illustre Schuldner wie etwa Kaiser Ferdinand II. wurden vom jungen Reichsgrafen übernommen.

 

Reichtum macht Neider

Die reiche Herrin von Murau hatte wegen ihres Vermögens viele Neider. Auch der Umstand, dass sie mehrmals Witwe geworden war, gab Anlass zu Spekulationen und Verleumdungen. Man dichtete ihr wegen den Tods ihrer Ehemänner eine „weiße Leber“ an. Im Volksglauben schrieb man Frauen mit einer weißen Leber verderbliche, tötende Liebeskräfte zu. Zudem warf man ihr vor, sie habe Zauberer und Hexen zum Wettermachen angestiftet, so dass die Ernte auf ihren Gütern besonders reich ausfiel. Die Beschuldigungen aber reichten nicht aus, Anna Neumann zu verurteilen.

 

Genuss und Jagd

Heute befindet sich neben dem Restaurant GenussWirt im Schloss Mageregg auch die Landesgeschäftsstelle der Kärntner Jägerschaft im oberen Stockwerk des Renaissanceschlosses. Hier finden Sie auch eine chronologische Auflistung der Schlossgeschichte: http://www.kaerntner-jaegerschaft.at

 

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KONTAKT

GenussWirt im Schloss Mageregg
Mageregger Straße 175
9020 Klagenfurt

E-Mail:
office@genusswirt-schlossmageregg.at

Genusswirt Mageregg